10. Literarische Runde

 

Zum zehnten Mal stellten vier Schülerinnen und Schüler in der Bibliothek des IGV lesenswerte Bücher in der Bibliothek des IGV vor. Aus Anlass dieser „runden“ Literarischen Runde ließen es sich auch die ehemaligen Mitglieder Vanessa Heinzelmann – sie war im Jahr 2006 ein Gründungsmitglied der Runde und reiste extra aus Stuttgart an! – und Benjamin Desef nicht nehmen, zu beobachten, wie sich ihre Nachfolger schlugen.

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OStR Herrmann begrüßt die Gäste und erinnert mit einer Fotopräsentation an die früheren Teilnehmerinnen und Teilnehmer.  

Die angehende Abiturientin Anna Schweiß stellte in ihrem letzten Auftritt den Roman „Rubinrot“ der Erfolgsautorin Kerstin Gier vor. Die weibliche Hauptperson reist aufgrund einer besonderen Erbanlage immer wieder zu einem dunklen Grafen in die Vergangenheit, wo sie bestimmte Aufgaben erledigen muss, um dessen Macht zu brechen. Obwohl fast alle Hauptfiguren weiblich sind und das Buch fast nur von Mädchen ausgeliehen wird, fanden auch die teilnehmenden Jungen Niels Tränkle, 8b, und Tim Schindler, 7c, das Buch spannend. Um ein skurriles und sarkastisches wiederauferstandenes Skelett, das schließlich sogar ein eigenständiges Spiegelbild einer Frau erschaffen kann, ging es im ersten Band aus der Reihe „Skulduggery Pleasant“ von Derek Landy, vorgestellt von Niels Tränkle. Lea Schönleber bezeichnete den Roman als „abgefahren“, das heißt, an manchen Stellen etwas zu übertrieben, lobte aber auch den Humor, der in den Buch nicht zu kurz kommt.

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Anna Schweiß                   Niels Tränkle                    Tim Schindler                         Lea Schönleber 

Tim Schindler stellte den ersten Band aus der Bartimäus Trilogie von Jonathan Stroud vor. Ein gedemütigter Gehilfe eines Zauberers erschafft den Dämon Bartimäus, um sich mit dessen Hilfe an seinem Meister zu rächen. Nach dem Diebstahl eines Amuletts entwickelt sich die Handlung zu einer spannenden Abenteuergeschichte. Dieses Buch überzeugte alle Teilnehmer, die – im Gegensatz zu manch erwachsenem Zuhörer – Fantasyromane durchaus schätzen. In die bedrückende Realität nach Tibet entführte Lea Schönleber, 10c, die Zuhörer mit dem Buch „Flucht über den Himalaya. Tibets Kinder auf dem Weg ins Exil“ der österreichischen Autorin Maria Blumencron. Anhand einiger Kinder beschreibt die Autorin deren mühsame Flucht ohne ihre Eltern zu Fuß über das verschneite Himalaya-Gebirge, um im Exil in Indien Unterricht in ihrer Sprache erhalten und ihren Glauben leben zu können. Kontakt zu ihren Eltern haben diese Kinder oft jahrelang nicht. Die Schüler zeigten sich beeindruckt von den Schilderungen der Autorin, war ihnen doch der jahrzehntelange Konflikt um das seit 1950 von China annektierte Land und deren Bewohner nicht bewusst.

Ein langer Applaus für Vorstellungen der Schüler beendete eine kurzweilige Literarische Runde, die auch im nächsten Jahr fortgesetzt wird, allerdings nicht in der Bibliothek, da diese dann im Zuge der Generalsanierung des Schulgebäudes saniert und vergrößert wird.

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"Alte" und junge Leser der Literarischen Runde: v.l.: Lea Schönleber, Benjamin Desef, Tim Schindler, Anna Schweiß mit Abschiedsgeschenk, Niels Tränkle, Herr Herrmann, Vanessa Heinzelmann 

Christian Herrmann