Anti-Mobbing-Beratung


 

„Wichtig war, dass mir jemand zugehört hat. Mich ernst nahm. Wichtig war das Gefühl, dass ich nicht länger machtlos bin.“

 

So sprechen Mobbingopfer, die irgendwann in ihrer Leidensgeschichte Hilfe erfahren haben.

Wenn man über dieses Thema spricht, kommt man um Beispiele nicht herum, zeigen sie doch am eindrucksvollsten, wo der Unterschied zu einem Streit liegt.

  • Der 19-jährige Lehrling, dem von drei Mitschülern die Haare angezündet werden.
  • Der Junge, der in der Umkleidekabine zusammen- geschlagen wird.
  • Das Mädchen, dessen Schultasche zerstört und das mit Schneebällen regelrecht bombardiert wird.

Diebstahl, Körperverletzung, Beleidigung.

Im Internet wird fortgesetzt und potenziert, was in der Schule begann.

Am Ende stehen Verzweiflung, ein zerstörtes Selbstwertgefühl, für manche sogar der Freitod.

Die bange Frage lautet: Gibt es Mobbing auch bei uns? Ja, auch bei uns am IGV. An jeder Schule. Wenn wir Glück haben, können wir sagen: Noch.

Diesem Problem stellte sich im letzten Schuljahr die gesamte Lehrerschaft des Illertal-Gymnasiums am pädagogischen Tag. Was ist Mobbing? Wie gehen wir als Kollegium damit um?

Was kann ich persönlich in meinem Unterricht tun, um das Kräfteungleichgewicht zwischen Opfer und Täter nicht zu verstärken? Wie kann man helfen?

 

Wer Mobbing ausgesetzt wird, will nur, dass es aufhört. Oft ist es mit einem langen, schmerzhaften und demütigenden Leidensweg verbunden und die Spirale führt nur nach unten.

Das Kollegium des IGV weiß nun über Ursachen, Folgen und richtiges Verhalten Bescheid. Das Problem ist jedoch, dass die Lehrer meist die letzten sind, die von Mobbing-Prozessen etwas erfahren.

Deshalb, liebe Eltern, helfen Sie uns, Mobbing an dieser Schule zu verhindern. Sprechen Sie mit den Klassleitern, mit den Verbindungslehrern, Lehrern Ihres Vertrauens oder am besten gleich mit denen, die sich mit dem Thema Mobbing intensiv auseinander setzen und beraten können, wenn Sie Auffälligkeiten an Ihrem Kind bemerken. Ansprechpartner sind hier die Schulpsychologin Frau Hübner, StR Tröndle und StRin Brückner (Multiplikatorin zum Thema Mobbing für Schwaben).

Sollte es sich nicht um Mobbing handeln, gibt es andere Wege, Konflikte zu bewältigen, und Sie sind nicht umsonst gekommen. Ist es aber Mobbing, war es immens wichtig, Kontakt aufzunehmen – auch und gerade für Ihr Kind, das vielleicht das Gefühl hat, es könne nur schlimmer werden. Es ist kein einfacher Weg, sich den Tätern entgegenzustellen. Aber wir lassen Ihr Kind und Sie nicht alleine.

Für nähere Informationen und auch Vorträge bei Klassenelternabenden oder ähnlichen Veranstaltungen stehe ich Ihnen in meiner Funktion als Multiplikatorin gerne zur Verfügung.

Sonja Brückner

 

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