Was tun, wenn´s nicht läuft am IGV?

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Der Schulleiter Herr Dr. Schabel eröffnet den pädagogischen Nachmittag, lässt "seine" Lehrerinnen und Lehrer dann aber allein und ungestört diskutieren.

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Frau Hübner und Herr Herrmann

Zunächst erläuterten unsere Schulpsychologin Frau Hübner und unser Pädagogischer Betreuer Herr Herrmann die bestehenden Förderungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, die den alltäglichen Unterrichtsstoff nicht bewältigen und damit Gefahr laufen, das Klassenziel zu verfehlen. 

Das Kollegium entschied dabei, Schüler, die im vergangenen Schuljahr in einem Kernfach einen Notendurchschnitt von 4,10 oder schlechter erzielten, mit Zustimmung der Eltern zur Teilnahme an einer Förderstunde zu verpflichten, sofern diese für die jeweilige Jahrgangsstufe angeboten werden kann. Ist dies nicht der Fall oder reicht diese Förderung noch nicht aus, kann auch ein sogenannter „Lerncoach“ hinzugezogen werden. Dieser Lerncoach ist ein Fachlehrer, der den Lernfortschritt der ihm zugeteilten Schüler genau überwacht und mit seinen Schülern Strategien entwickelt, wie der Lernstoff von den Schülern ohne Minderleistungen bewältigt werden kann. In regelmäßigen Abständen treffen sich Lerncoach, die betroffenen Schüler und die jeweiligen Eltern, um die abgelaufene Lernzeit Revue passieren zu lassen und das weitere Vorgehen festzulegen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, dass von Seiten der Schule so viel wie möglich getan wird, leistungsschwächeren Schülern das Erreichen des Klassenziels zu ermöglichen.

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Frau Hübner und Herr Herrmann erläutern ihr Konzept.

Unter dieser Perspektive diskutierten die Lehrer anschließend darüber, welchen Beitrag die einzelnen Unterrichtsfächer dazu leisten können. Die Liste der erarbeiteten Vorschläge reichte von Lernheften und „Vokabelcomics“ zur Erleichterung des Vokabellernens in den Fremdsprachen, über die Erarbeitung von Arbeitsplänen zur Vorbereitung von Schulaufgaben bis hin zur Bewertung von kreativen Unterrichtsbeiträgen, z.B. bei der Vorbereitung von Konzerten oder Wettbewerben. Wenn dadurch auch nur einigen Schülern ein „blauer Brief“ am Schuljahresende erspart bleibt, dann haben sich die intensiven nachmittäglichen Diskussionen auf jeden Fall gelohnt.

Christian Herrmann