Spitzenradrennfahrer am IGV

Im Rahmen der Radbundesliga Müller - Die lila Logistik fanden am 17. und 18.06.2017 die Auensteiner Radsporttage statt.

Felix Engelhardt wieder relativ fit nach seiner Erkrankung fuhr nach dem erfolgreichen Einsatz bei dem schweren UCI Rennen 8 Tage zuvor mit der Nationalmannschaft (Trofeo Karlsberg) (5. Bester der Nachwuchswertung) hochmotiviert nach Auenstein.

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Felix im schwarzen Trikot während des Rennens in Ilsfeld-Auenstein

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Das Rennen (99 km) am Samstagabend mit einem späten Start um 17:15 Uhr durch die Heilbronner Weinberge mit ca. 100 Teilnehmern aus ganz Deutschland wurde sehr schnell angegangen. Es wurde von Beginn an von den führenden Mannschaften aus Rheinland-Pfalz und NRW kontrolliert. Bereits in Runde 3 gelang Engelhardt mit Mayrhofer (Team Wipotec/Rheinland-Pfalz) und Reineck (Junioren Team Schwalbe Sachsen) ein Ausreißversuch, der jedoch bald vom Feld eingeholt wurde. Diesen Vorstoß nutzte Engelhardt und sicherte sich bei dieser Attacke die doppelte Sprintwertung. Auch im weiteren Verlauf war Engelhardt maßgeblich an der Renngestaltung beteiligt. Er gewann die Tagessprintwertung und brachte sich damit in Position für das grüne Trikot (bester Sprinter).

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Felix bei der Siegerehrung und Übergabe des grünen Trikots

Das Rennen beendete mit 2 Sekunden Vorsprung Baldinger vom Team Wipotec gefolgt vom zeitgleich einrollenden Feld in dem Engelhardt an 20. Position gewertet wurde.

Tags darauf standen 118 km Rennstrecke bei sommerlichen Temperaturen auf dem Rennplan. Von Anfang an attackierte Engelhardt und versuchte mehrere Male auszureißen, was ihm schließlich in Runde 4 mit weiteren 10 Fahrern gelang. Er gewann in Runde 4 die Sprintwertung (angefahren von seinem Teamkollegen Sommer) und konnte sich in Runde 8 den 3. Platz der Sprintwertung sichern. Das Feld holte die Ausreißergruppe erneut ein und erst Märkl gelang es sich in der vorletzten Runde alleine abzusetzen und seinen Vorsprung auszubauen. Als Sieger erreichte der Junioren Vizeweltmeister mit 1 Minute Vorsprung das Ziel. Sein Teamkollege Mayrhofer wurde 2. und Pirmin Benz vom Landesverband Baden erklomm das Treppchen als Drittplazierter. Felix Engelhardt kam wiederum zeitgleich beim

Massensprint als 13. Ins Ziel und konnte sich damit das begehrte grüne Trikot als bester Sprinter der Radbundesliga sichern.

Es heißt nun dieses Trikot bei den Deutschen Meisterschaften kommendes Wochenende in Linden (Rheinland-Pfalz) zu verteidigen und weiterhin Punkte in der Bundesligaliste zu sammeln.

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Felix links im grünen Trikot als momentan Führenden der Sprintwertung in der Radbundesliga, Niklas Märkl (letztjähriger Vize-Weltmeister U19) im lila Trikot als momentan Führender der gesamten Radbundesliga sowie rechts im weiß-gepunkteten Trikot - momentan Führender der Berführung - Niklas Einhaus

Cornelia Engelhardt

 

Und nun kommt der Rennbericht von Felix bezüglich seines Einsatzes mit der Nationalmannschaft bei der Trofeo in Karlsberg. (Anfang der Pfingsferien). Den muss er nach jedem Rennen verfassen und an seinen Trainer weiterleiten:

Nation-Cup Trofeo Karlsberg 08.06.-11.06.2017

Vom 08.06.-11.06.2017 fand zum 30. Mal der Trofeo Karlsberg im Saarland statt, der zur internationalen Nation-Cup-Serie zählt. Am Start waren 21 Nationalmannschaften und ein regionales Team aus der Südpfalz. (132 Starter). Felix Engelhardt vom Team Auto Eder Bayern startete im Trikot der deutschen Nationalmannschaft.

Die erste Etappe wurde am Donnerstag den 08.06.2017 von Neuenkirchen nach Münchwies über 99 km ausgetragen. Das Rennen wurde bei schönstem Wetter von Beginn an in sehr hohem Tempo gefahren. Der Zielsprint war auf einer etwa 800 m langen Rampe. 200 m vor dem Ziel wurde ich in einen Sturz verwickelt und verlor dadurch jeden Schwung und erreichte als 42. das Ziel (Rückstand zum Erstplazierten 8 Sekunden). Bei der zweiten Etappe ging es von Blieskastel nach Ommersheim (ebenfalls 99 km-Etappe).

Anfangs wurde ein sehr steiler Kopfsteinpflasterkurs in der Innenstadt gefahren. Dieser musste viermal absolviert werden bis es schlussendlich auf den Zielkurs ging. Nach einem Drittel der Strecke setzte starker Platzregen ein, der jedoch nach kurzer Zeit wieder nachließ. Da Niklas Märkl (Vizeweltmeister U19) zweiter im Gesamtklassement war, galt es das Feld zusammen zu halten und mit ihm den Sprint zu gewinnen. Er wurde dritter und übernahm das gelbe Führungstrikot. Ich kam im Hauptfeld auf Platz 39 ins Ziel (11 Sekunden Rückstand zum Erstplazieren).

Am Samstag (09.06.) fand bereits Mittags ein 79 km langes Rundkursrennen in und um Homburg statt. Ziel der Mannschaft war das gelbe Führungstrikot von Märkl zu verteidigen, was uns auch gelang. Ich wurde im Hauptfeld 54 (Zeitgleiche Wertung mit Erstplaziertem, da Hauptfeld im Massensprint ins Ziel kam). Am Abend des gleichen Tages war ein 11,5 km langes Zeitfahren auf dem Programm. Die Strecke gestaltete sich wellig mit einigen Anstiegen. Leider fühlte ich mich nicht richtig fit, was wohl meiner längeren Krankheitsphase zu zuschreiben war. Erschöpft und enttäuscht erreichte ich nur den 39. Platz (Rückstand zum Erstplazierten: 1:39).

Am Sonntag (10.06.) war zum Abschluss der Trofeo eine letzte Etappe mit 120 km mit Ziel und Start in Reinheim auf dem Programm. Bei dieser Etappe fühlte ich mich deutlich fitter und ich konnte nach 10 km die erste große Fluchtgruppe besetzten, in der auch einige der Topfavoriten um den Gesamtsieg fuhren. Wir bestimmten für ca. 30 km das Tempo, wurden dann wieder vom Hauptfeld eingeholt. Zurück im Peloton galt es abermals das Beste für Märkl herauszuholen da dieser tags zuvor beim Zeitfahren das gelbe Führungstrikot verloren hatte. Dies gelang der Mannschaft durch gute Zusammenarbeit, so dass Märkl Etappendritter wurde und somit den 2. Platz in der Gesamtwertung sichern konnte. Ich selber wurde bei der 4. Etappe 47 (Rückstand zum Erstplazierten: 40 Sekunden). Im Gesamtergebnis belegte ich nach 408 km und einer Zeit von 9 h 56 min 28 sec. den 28. Platz (44 Sekunden Rückstand zum Erstplazierten), was einem 5. Platz bei der Wertung des jüngeren Jahrgangs bedeutet.

Es war mein erster Nationencup, den ich komplett durchfahren konnte. Gleichzeitig gilt der Trofeo als eines der schwersten Rennen in der Serie der Nation-Cups. Aufgrund der längeren krankheitsbedingten Ausfälle in dieser Saison und der damit fehlenden Rennhärte konnte ich nicht mein ganzes Potential zeigen. Gerade im EZF hatte ich mir ein besseres Ergebnis erhofft. Insgesamt war es aber eine exzellente Vorbereitung für das kommende Bundesligarennen in Auenstein und die deutschen Meisterschaften in 14 Tagen.

Felix Engelhardt