Q11 Chemie im Schülerlabor der Uni Ulm

Dort wurden wir sehr freundlich von Frau J. Pommerenke empfangen und zunächst über Sicherheitsmaßnahmen und das Verhalten im Labor unterrichtet.

Anhand eines Leitfadens durften wir dann in Kleingruppen Experimente zu dem bereits ausführlich im Unterricht behandelten Thema Kunststoffe durchführen. Begonnen wurde mit der Herstellung einer Styroporkugel. Dafür wurden kleine, intransparente Kügelchen aus Styropor in einer Metallform in kochend heißem Wasser aufgeschäumt. Da der Prozess bis zur Fertigstellung sehr zeitintensiv war, mussten wir warten, bis alle anderen Versuche durchgeführt waren. Das Ergebnis konnte sich dann aber sehen lassen. Anschließend waren Versuche zu den Verarbeitungsmöglichkeiten thermoplastischer Kunststoffe aufgebaut, wie zum Beispiel das Spritzgießen oder das Tiefziehen. Beim Spritzguss wird Granulat erhitzt und in der Spritzgussmaschine in die gewünschte Form gepresst, in unserem Fall das Logo der Uni Ulm. Beim Tiefziehen wurde eine CD-Hülle zum Schmelzen gebracht und dann mit Unterdruck in eine Tiefziehform gezogen. So werden technisch z.B. auch Joghurtbecher gefertigt. Im nächsten Versuch wurde Polyurethanschaum, der als Bauschaum hinlänglich bekannt ist, hergestellt, der beim Mischen von Diisocyanaten und Polyolen aufschäumte und in Pilzform aushärtete.


Ein weiteres Experiment war die Herstellung von Nylon. Hierfür lösten wir die nötigen Chemikalien in Wasser bzw. Cyclohexan und konnten an der Phasengrenze eine trübe Schicht erkennen. Diese wickelte man dann auf einen Glasstab, und fertig war der Nylonfaden. Die letzten beiden Versuche, die Herr Wutz uns bereits im Unterricht gezeigt hatte, durften wir nun selbst durchführen und uns nochmals in die Theorie vertiefen.

Nach Praktikumsende bereiteten wir die Experimente nach und bekamen nochmals detaillierte Informationen zu Reaktionsmechanismen und zu den Formen der Kunststoffverarbeitung.

Die Exkursion bot eine tolle Möglichkeit, die Theorie des großen Themenbereichs Kunststoffe mit der Praxis zu verbinden und das Gelernte anzuwenden.

Tamara Jarde